
Kurzbiografie und Ausstellungsverzeichnis
1950 geb. in Hannover
1976 - 1983 Studium an der FH Hannover,
heute Hochschule Hannover,
Fachbereich Freie Kunst/Freie Grafik
u.a. bei Prof. Peter Redeker.
lebt und arbeitet als „Freier Künstler“
mit Schwerpunkt Zeichnung , Druckgrafik
und Malerei in der Region und Stadt Hannover,
Ateliergemeinschaft mit den Künstlerkollegen
Lutz Hülsen und Klaus Lösche
Von – Alten - Allee 19 / 21, 30449 Hannover – Linden
seit 2007 Hannover regelmäßig Teilnahme an «Zinnober» mit Atelierausstellung
2020 Hannover j3FM, Preisträger-Ausstellung
2019 Hannover Küchengarten- Pavillon(E), «vertikal erzählt»
2018 Holzminden 10. Grafik-Triennale
2016 Rendsburg «NordArt» Kunstwerke
2015 Biberach Galerie Uli Lang (E)
2014 Holzminden 5.Niedersächsische Grafiktriennale „Zeichnung“
2014 Bremen „Querbeet“, Kunstmix - Galerie
2014 Hannover. Galerie j3fm (E)
2012 Hannover Eisfabrik, „Zoom II“ mit L. Hülsen u. K. Lösche
2012 Hannover Eisfabrik, „Neues aus den Ateliers“
2011 Seelze Kunsthaus Kirchwehren, „Widerhall – Notizen aus der Tiefe“ (E)
2010 Spiekeroog Galerie und Künstlerhaus, „Die Tiefe verbirgt sich auf der Oberfläche“ (E)
Barsinghausen Kunstverein, „Eisen, Kohle, Licht“, Raum für Kunst
2009 Holzminden 7. Niedersächsische Grafiktriennale „Druckgrafik“, Schloss Bevern
2008 Hameln „arche“ – (E)
2007 Barsinghausen vhs – Gebäude – (E)
2006 Wedemark Kulturtage Brelingen
2005 Holzminden. 6. Niedersächsische Grafiktriennale „Druckgrafik“, Schloss Bevern
Benthe Kunstraum Benther Berg, (E)
2003 Barsinghausen Arbeitskreis Kunst Barsinghausen, Hannah Ahrend Gymnasium, (E)
Sporthotel Fuchsbachtal –„ Aufgetragen
2002 Holzminden 5.Niedersächsische Grafiktriennale „Zeichnung“
Bonn Künstlerforum: „Grafik heute - Künstler aus Mitteldeutschland“
2001 Nordhausen Meyenburg-Museum,“ Ilsetraut-Glock-Grabe-Preis“
2000 New York German House, UN- Plaza, „ ART for EXPO, NORD/LB ART Tour”-
Singapur Goethe- Institut, „Art for Expo“
Hannover EXPO 2000, NORD/LB Forum
Vilnius Galerie VARTAI, NORD/LB ART Tour
Hannover EXPO-Gelände, Ausstellung NORD/LB
Perm (Russland). „Schwarz auf Weiß“ - BBK-Ausstellung
1994 Hannover Kestner - Gesellschaft, Ausstellung der Jahresgaben
1989 Arnsberg Galerie „Der Bogen“ (E)
1986 Tokyo, Japan „Tokyo Hanga Annual ´86“ auf Einladung der „Japan Print Association“
1986 –
1996 Frechen 4 x Teilnahme an „ Internationale Grafikausstellung Frechen“
1985 Stuttgart Landesbank, Grafik – Kunstpreis
Kaiserslautern Sickingen-Kunstpreis (Grafik)
1983 Recklinghausen Kunstpreis „Junger Westen“
1981 Hannover. Kunstverein, Herbstausstellung
Toto und Lottogesellschaft, Preisträger
1981 Bremen Galerie Gruppe Grün, (E)
Öffentliche Ankäufe: Stadt Hannover, Land Niedersachsen, Gemeinde Wangerland,
Landkreis Hannover, Stadt Cloppenburg
Pressestimmen
„...Bernhard Lehmanns Ansatz ist die Reduzierung des Angetroffenen, hier die Fläche, die für ihn eine Art Aufforderungscharakter hat: Er verletzt sie durch erste fleckartige Einträge, kontrolliert bedachtsam, was sich dabei ereignet und setzt erneut – umfeldbezogen – zu Veränderungen an, die in der Tendenz immer spärlicher gesetzt werden und allgemein nicht den Eindruck „fertig gemalter Bilder“ vermitteln – eher geht es um eine konsequente Verknappung der Mittel zu Gunsten der sensibleren Wirkung. ... ...Es geht nicht um die Nachahmung des Wirklichen, sondern es werden Angaben über Wirkliches in eher mehrdeutigen Farbbildzeichen gemacht, die dem Betrachter einen Gedankenspielraum lassen, eigene Wirklichkeitserinnerungen mit einzubringen. ...... Auffällig sind: das Prinzip der Reihe,...die Spannung zwischen den grafischen und farbigen Komponenten, die hin und wieder auch übereinander geraten,die Neigung, in eher grafisch erfassten Gegenständen etwasmehrdeutig- zeichenhaftes wachsen zu lassen, aus dem Lehmann seine Assoziationsangebote bezieht. ...“
Prof. Klaus Kowalski, 2003, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Aufgetragen“ in Barsinghausen:
„...dem Spontanen stehen die Druckverfahren entgegen, Radierung und Linoldruck, die immer eine Planung erfordern. Diese kombiniert er miteinander und bearbeitet sie malerisch und zeichnerisch weiter. Es finden sich auch eingeklebte Teile aus Millimeter- oder Transparentpapier.Es entstehen „übermalte Graphiken", wobei die Arbeitsweisen durchaus parallel geschehen können, das eine verknüpft sich mit dem anderen.Dieses Improvisieren lässt immer etwas Unerwartetes entstehen. Eine Freude beim Arbeiten, wenn plötzlich etwas unerwartet Schönes auftaucht, ein blauer Fleck aus einem Ockergold heraus zu leuchten beginnt. Dann fällt uns die Verknappung und Reduzierung auf, eine Auswahl hat stattgefunden...“
Kristina Henze, 2003, anlässlich der Ausstellungseröffnung „ Serien, Reihen, Zyklen“ im Kunsthaus Benthe
"... Lehmann repeatedly stresses the process of drawing and thereby produces enigmatic works which simultaneously seem to conceal and to document the story of their own creation"."... Wiederholt betont Lehmann den Prozess des Zeichnens und liefert dabei enigmatische Arbeiten, die ihre eigene Entstehungsgeschichte gleichzeitig zu verbergen und zu dokumentieren scheinen".
Prof. David Galloway, Ruhr Universität Bochum, 2000, zum „Art for EXPO“ Projekt der Nord/LB (Ausstellung und Katalogtext)
„...Ein Gastauftritt – und ein besonders schöner dazu. Denn Lehmann ist ein verspielter Ästhet, ein Poet mit Bleistift, Pinsel und Radiernadel. Ein Zauberer der dezenten Farben mit wunderschönen Abstufungen...“ „...Bilder, die schwer zu beschreiben sind, weil ihr Reiz – bei aller technischen Meisterschaft – in ihrer Zwecklosigkeit liegt. Keine Abbilder, dafür rätselvolle Rudimente und Zeichensetzung. Schriften auf fast allen Arbeiten – auch sie keine Botschaften, nur hin und wieder als Buchstaben zu identifizieren. Doch dann ein kurzer Text – aber in italienisch. Schrift als grafisches Kürzel, das Vertrautheit suggeriert, Wiedererkennen – sich aber als Spiel erweist...“
Richard Peter, „DWZ“, Hameln 2008 zur „arche“- Ausstellung
...Tuschezeichnungen von Bernhard Lehmann (...) zeugen von Könnerschaft und Raffinesse. ...
Johanna di Blasi, Kunstkritikerin, 2011, Hannoversche Allgemeine Zeitung, zur Ausstellung "Neues aus den Ateliers", Eisfabrik Hannover
Bernhard Lehmann arbeitet als Zeichner, Maler und Drucker. Durch mehrschichtiges Auftragen transparenter Farben, meist mit Spachtel oder Rolle, entstehen sich überlagernde, rhythmisch gegliederte Farbbänder, die den Betrachter in die Rolle eines Archäologen führt, der Schicht um Schicht freilegen muss, um zum „Grund“ zu gelangen... Die Arbeiten stellen häufig eine Versuchsanordnung transparenter Grundfarben dar, die, jeweils in unterschiedlicher Reihenfolge aufgetragen und unter Einbeziehung zufälliger Farbabrisse, zu überraschend variablen Ergebnissen führt. Transparentes Schwarz und Weiß dienen dem manchmal mehrschichtigen Verbergen der drei Primärfarben, deren Wirkungsweise häufig erst durch späteres „Freischaben“ an der Oberfläche deutlich wird.
Dr. Rainer Grimm, zu Zoom II, Eisfabrik Hannover, Juni 2012
„…die Bildoberfläche ist stets überzogen von vertikalen mit der Farbrolle aufgetragenen Streifen in immer gleicher Breite. Doch das was in der Beschreibung beinahe eintönig erscheint, entwickelt im ausgeführten Bild eine überraschende Vielfalt. Lehmanns Bilder erzählen von der Wirkung der Malerei und der Kraft der Farbe, die sich aus dem Zusammenspiel der Primärfarben Gelb, Rot und Blau ergeben. Dabei haben seine Arbeiten auch immer mit dem Zufall zu tun. Solche Zufälle sind so etwas wie ein Geschenk für einen Maler, der das Experiment nicht scheut, sondern mit unterschiedlichen und ungewöhnlichen Werkzeugen hantiert und aus experimentellen Erfahrungen neue Erkenntnisse gewinnen will. … Die Streiferei scheint Bernhard Lehmann eher im Sinne von Lessing als einen Weg zu betrachten, sich neue künstlerische Dimensionen zu erobern, denn das Unmittelbare der gestischen Abstraktion mit dem rationalen Kalkül des Konkreten zusammenzubringen heißt eigentlich Unvereinbares miteinander zu verbinden. Dass es gelingt, aber zeigen diese Bilder.“
Dr. Ute Maasberg, Hannover, Januar 2014, zur Ausstellung bei j3fm.
Unter der Oberfläche, auf der wir uns heutzutage befinden, weil kaum noch etwas intensiv erlebt wird, verbirgt sich folglich eine Tiefe, die Lehmann ans Licht holt. Doch macht er es dem Betrachter nicht gerade leicht. Ein wenig Gehirnjogging ist gefragt, der Inhalt ergibt sich in der Diskussion. Wer sich auf eine gründliche Betrachtung seiner Werke einlässt, erkennt den Humor, der mit einfließt.... .... Die Reduktion auf die Elemente, die das Bild bestimmen, ist kennzeichnend für Lehmanns Werk. Es gibt keine ausschmückenden Details. Zeichenhaftigkeit und Mehrdeutigkeit regen die Assoziationen des Betrachters an. Leichtigkeit und Transparenz treten aus der Reduktion hervor und vermindern zugleich die Dominanz der farbigen Flächen. Dynamik und Stille sind gleichermaßen enthalten. Nähe und Ferne verschwimmen miteinander und lösen sich wieder auf. Die Oberflächen sind ebenso wie die Bildinformationen kaum greifbar – und begreifbar. Notizen, die widerhallen. Sie werden erkannt und entschwinden wieder. Trotzdem ist der Kontakt zur Realität immer vorhanden. Existenz und Nichtexistenz, Bewegung und Ruhe, Experiment und Tradition – Zeichen einer sich wandelnden Welt im Zeitalter der Kommunikation.“
Dr. Viola Tallowitz-Scharf, Kunsthistorikerin, zur Ausstellung im Künstlerhaus Kirchwehren, 2010